Dan Richter - Improtheater und Improvisation
Gedanken zu Theorie und Praxis des Improvisationstheaters. Überlegungen zu
Improvisation und Kreativität. Beobachtungen aus Lehre und Aufführung.

Improshows in Berlin/Brandenburg

6. Januar 2017

Bedingungslose Hingabe

Extreme Hingabe zum Spiel löst Freude beim Publikum aus. Wenn man sieht, dass die Spieler bis an den Rand ihres Könnens (und vielleicht sogar darüber hinaus) gehen, sind wir begeistert. Diese Hingabe ist beim Improtheater oft mehr wert, als schauspielerisches Können oder die technische Beherrschung der Games. Deshalb schaue ich mir recht gerne Szenen von begeisterten Impro-Anfängern an, die noch nicht zu viel von Storytelling, Szenen-Strukturen, Staging usw. wissen. Dann genügt es bisweilen schon, wenn sie einfach eine Vorgabe bedienen oder auf ein seltsames Angebot eingehen, dass einen die Impro-Komik innerlich schier zerreißt.

1 Kommentar:

  1. Interessant!

    Ich kenne auch Moment wo man merkt dass die Schauspieler von zb einem Angebot etwas 'baff' sind aber trotzdem reingehen.
    Da wird find ich die 'zweite Geschichte/Ebene' ('Schauspieler versuchen Szene zu improvisieren - wie tun sie sich dabei!?') extra spannend. Das tritt vielleicht bei Profigruppen seltener auf, weil die aalglatter / routinierter / besser in der figur sind?

    Hingabe, 'bis zum Rande des Könnens spielen', Johnstone 'sei langweilig' + 'du kannst nie dadurch besser spielen dass du dich bemühst', 'wann spielt man nicht sein Bestes?' - ich habs noch nicht ganz.

    Nicht-aufgeben und in 'unsichere Gefielden' weiterspielen (statt nur dorthin lenken wo man sich schon wohl fühlt als improspieler) sind Ideen die mir mal in den Sinn kommen bei 'Hingabe'

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