Dan Richter - Improtheater und Improvisation
Gedanken zu Theorie und Praxis des Improvisationstheaters. Überlegungen zu
Improvisation und Kreativität. Beobachtungen aus Lehre und Aufführung.

Improshows in Berlin/Brandenburg

15. Januar 2014

Regeln im Improtheater? Nein. Gewohnheiten!

Ich würde gern auf den Begriff "Regeln" im Improtheater verzichten, wenn es um allgemeine Dinge wie "Akzeptieren", "Zuhören", "Unterstützen des Partners" usw. geht. (Das bezieht sich nicht auf Spielregeln eines Impro-Games.)
Stattdessen schlage ich den Begriff "gute Gewohnheiten" vor. Das ist keine Haarspalterei. Schaut mal: Improtheater kann eigentlich per definitionem keine Regeln haben. (De facto legt es sich viel zu viele formale Regeln auf.) Und wenn wir im Modus von "Regeln" agieren, heißt das auch, dass man Regeln zu befolgen hat, dass man an sie denken muss, aber dabei verlieren wir den Moment. Im Gegensatz dazu müssen gute Gewohnheiten trainiert und internalisiert werden. Über Gewohnheiten muss man nicht nachdenken, man führt sie einfach aus. So wird z.B. jeder, der über einen langen Zeitraum improvisiert, wird automatisch die Angebote seiner Mitspieler akzeptieren, seine Wahrnehmung für sie öffnen usw.

1 Kommentar:

  1. Guter Punkt, anstatt von "Regeln" von "Gewohnheiten" zu sprechen! Das löst auch den scheinbaren Widerspruch zwischen Regeln vs. Freiheit im Impro-Theater auf! Oder, wie Thomas Jäkel es mal so schön auf den Punkt gebracht hat: "Es gibt keine Regeln im Impro, und ich erkläre Dir jetzt mal die zehn wichtigsten."

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