Dan Richter - Improtheater und Improvisation
Gedanken zu Theorie und Praxis des Improvisationstheaters. Überlegungen zu
Improvisation und Kreativität. Beobachtungen aus Lehre und Aufführung.

Improshows in Berlin/Brandenburg

26. Dezember 2010

Anmoderation

Es geht in der Anmoderation eigentlich nur darum, das Vertrauen des Publikums zu gewinnen und eine positive Grundstimmung zu erzeugen. Dafür brauchen wir kein großes Aufheizen, Mitmachspielchen usw. Auf der anderen Seite ist der Beginn einer Show auch nicht der Zeitpunkt für Sarkasmen, Miesmacherei usw.

Kommentare:

  1. Hallo Dan,
    kein Zweifel - es gibt nichts öderes als ellenlange Anmoderationen in selbstdarstellerischen Kostümierungen. Doch das Publikum mit einem kurzen Spiel vorab in "Bewegung" zu versetzen, hab ich bislang als recht positiv für die Auflockerung des Publikums angesehen. Habe den Eindruck gewonnen, dass das Abfragen von Vorgaben dann leichter wird, weil schon eine Atmosphäre des "miteinanders" geschaffen wurde. Kannst du vielleicht noch einmal erklären, warum du so strikt gegen ein warmup bist? Herzliche Grüße aus dem schönen Unna

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  2. Wenn ich den Post jetzt noch mal lese, sehe ich, dass er missverständlich formuliert ist.
    Ich bin natürlich nicht per se gegen Warm Up. Aber ich bin dagegen, dass man denkt, Improvisationstheater brauche unbedingt ein Warm Up. Im nicht-improvisierten Theater gibt's auch kein Warm Up. Entscheidend ist das Vertrauen und die gute Atmosphäre. Ein skeptisches Publikum kann man durchaus mal auflockern. Umgekehrt denke ich, dass ein Publikum, das "zu warm" ist, eher auf Gags aus ist und vielleicht auch wieder abgekühlt werden sollte.

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    1. Nun ja, aber weiß man denn VORHER, ob das Publikum skeptisch ist? Und wie kühlt man es ab, wenns zu warm ist? Aber das mit den Gags kann ich schon nachvollziehen. Hab nun übrigens auch noch posts von dir gefunden, wo du das mit dem warmup schon detaillierter darstellst :-). Doch meine größte Sorge gilt nun unserem nächsten Auftritt in der Stadtkirche vor über 400 Zuschauern. Das wird ne echte akustische Herausforderung.

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  3. Lee White von den Crumbs hat am WE in seinem Workshop gesagt, dass er deutsche MCs und deren Warm-ups furchtbar findet, weil viel zu lang. Ich selbst bin dem Thema gegenüber ambivalent eingestellt. Ich find Warm-ups (wenn gut gemacht) prinzipiell super.

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    1. Gut geschrieben, Claudia aber woran erkennt man ein gutes warmup? :-)

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  4. Woran "man" ein gutes Warm-up erkennt, weiß ich nicht - ich kann nur für mich sprechen... Ich finde ein Warm-up gut, wenn es mitreißt! ;) Und was mich nicht mitreißt ist auf jeden Fall "massieren sie jetzt mal ihren Nachbarn", oder irgendwelche anderen Sachen, die Aktivitäten mit Leuten involvieren, die gerade zufällig neben, vor oder hinter mir sitzen.

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    1. Komm werd doch mal konkret. Würd mich wirklich sehr interessieren. Was reißt DICH denn mit? :-)

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  5. Wenn mich was mit reißt, dann der Moderator / die Moderatorin selber. Und dazu ist in erster Linie wichtig, dass er / sie authentisch rüber kommen. Alles, was nur im mindesten einstudiert und aufgesetzt wirkt, wirkt lächerlich, bemüht. Was der Moderator dann letztendlich als Warm-up macht, ist mir relativ wurscht (so lange ich nicht meinen Nachbarn massieren muss ;) ). Wenn es energetisch ist, finde ich es gut. Und zu lang sollte es nicht sein. Aber wie sich das im Einzelfall ausdekliniert, kann völlig unterschiedlich sein und hängt sehr von der Persönlichkeit des Hosts ab. Ich persönlich finde es auch immer super, wenn es lustig ist, und schnell. Aber das ist eben Geschmackssache (auch was als lustig empfunden wird, ist Geschmackssache - ich z.B. schmeiß mich über Kalauer weg, aber nicht jeder, der auf der Bühne Kalauer macht, ist deshalb auch lustig).

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