Dan Richter - Improtheater und Improvisation
Gedanken zu Theorie und Praxis des Improvisationstheaters. Überlegungen zu
Improvisation und Kreativität. Beobachtungen aus Lehre und Aufführung.

Improshows in Berlin/Brandenburg

8. Januar 2010

Grundlagen Figuren

1. Wisse bescheid über die Dinge und Personen, mit denen du zu tun hast. So ersparen wir uns Debatten über das Wie, Wer, Wo und können gleich zur Sache kommen.
2. Habe Ahnung von dem, was du tust. Der hilflose Pilot (Chirurg, Atomphysiker usw.) ist mal für einen Gag gut, aber auf Dauer hemmen solhe Figuren die Geschichte.
3. Habe eine sprachliche und/oder körperliche Angewohnheit. Ich möchte hier weniger von "Tic" sprechen, wie es sonst im Impro üblich ist, da man da sonst zu schnell ins Krankhafte, Groteske abgleitet. Ein kleiner Akzent oder die übertriebene Benutzung eines Wortes genügt ja. Charakteristisch kann auch Jargon sein - Bürokraten, Lehrer, Handwerker usw. Statt der physischen Groteske auch etwas feineres, wie z.B. sich einfach schneller bewegen, andere berühren, Arme ausstrecken usw.
4. Habe als Figur eine Haltung zu bestimmten Themen. Je klarer die Haltung, umso schöner lässt sich die Figur ausreizen.
5. Treibe deine Haltung ins Äußerste. Wir wollen Konsequenzen sehen.

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