Dan Richter - Improtheater und Improvisation
Gedanken zu Theorie und Praxis des Improvisationstheaters. Überlegungen zu
Improvisation und Kreativität. Beobachtungen aus Lehre und Aufführung.

Improshows in Berlin/Brandenburg

7. Dezember 2009

Kontakt

Immer und immer wieder Kontakt zwischen den Mitspielern üben: Einfaches Kopieren von Handlungen, Status. Immer wieder auch gut: Spiegel-Übungen.
Aber in den Szenen werden Kopien langweilig. Also Figuren entzerren, und dennoch in Kontakt bleiben. Nimm wahr, was dein Mitspieler tut, auch wenn du ihn nicht gerade anschaust.
Augenkontakt ist ein spezielles Problem: Durch Augenkontakt stellen wir sofort emotionalen Bezug zu unserem Mitspieler her, aber auch zur Figur unseres Mitspielers. Nach außen wirkt das ungeheuer intensiv. Wenn aber ein Paar sich in der ganzen Szene anstarrt, wirken sie in sich gekehrt und eingeschlossen. Man braucht also einen gewissen Rhythmus, des Sich-Anschauens/Nicht-Anschauens. Dafür habe ich neulich ein schönes Spiel gesehen. Immer wenn die Musik einsetzt, schauen sich die Spieler in die Augen. Wenn sie aufhört, schauen sie wieder weg.

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